Wirtschaft

Bank of Korea erhöht Leitzins zum zweiten Mal in Folge

Die BoK hob die Zinsen am 27. August erneut an und verwies auf verbesserte Wachstumsprognosen – obwohl die Kerninflation erhöht bleibt.

Veröffentlicht 27. August 2026, 00:00· Aktualisiert vor 3 TagenVon Noah Whitfield · 2 Min. Lesezeit
Abstrakte Illustration eines steigenden Zinspfeils über einem stilisierten koreanischen Bankgebäude mit Finanzgraf-Elementen
The Bank of Korea raised its benchmark interest rate for the second meeting in a row on August 27, 2026. · Newsflint

Das Wichtigste

  • Die Bank of Korea hat am 27. August 2026 den Leitzins zum zweiten Mal in Folge erhöht.
  • Die Notenbank nannte verbesserte Wachstumsprognosen als Faktor für den Entscheid.
  • Die Kerninflation bleibt erhöht und verstärkt den Handlungsdruck auf die Währungshüter.
  • Der Schritt signalisiert eine anhaltende Straffungstendenz der BoK.

Warum es zähltZwei aufeinanderfolgende Zinserhöhungen einer der grossen asiatischen Zentralbanken signalisieren ein nachhaltiges Bekenntnis zur Inflationsbekämpfung – mit direkten Folgen für die Kreditkosten, den Konsum und die geldpolitischen Erwartungen in der Region.

Die Bank of Korea hat ihren Leitzins in der Sitzung vom 27. August 2026 zum zweiten Mal in Folge angehoben. Das berichten Central Banking und CNBC. Der Entscheid bestätigt den geldpolitischen Kurswechsel hin zu einer strafferen Geldpolitik, während die Notenbank konkurrierende wirtschaftliche Kräfte abwägt.

Als wesentlichen Faktor für die erneute Erhöhung nannten die Entscheidungsträger verbesserte Wachstumsprognosen, wie Central Banking berichtet. Der günstigere Wachstumsausblick verschaffte der BoK Spielraum, der Inflationsbekämpfung Vorrang einzuräumen, ohne die Wirtschaft in eine Rezession zu treiben.

Die Kerninflation bleibt jedoch erhöht, wie CNBC meldete. Das anhaltende Preisdruckpotenzial auf der Basisebene war ein zentrales Anliegen des zinssetzenden Ausschusses und trug unmittelbar zu den aufeinanderfolgenden Straffungsentscheiden bei.

Abstrakte Illustration gestapelter Münzen und eines Inflationsmessers vor einem gedämpften Wirtschaftsdaten-Hintergrund
Die Kerninflation bleibt erhöht, auch wenn die BoK auf verbesserte Wachstumsprognosen verweist, um die aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen zu begründen.

Die zwei aufeinanderfolgenden Zinsschritte sind ein klares Signal für die aktuelle geldpolitische Haltung der BoK. Zentralbanken im asiatisch-pazifischen Raum stehen vor der doppelten Herausforderung, den wirtschaftlichen Erholungsschwung nach der Pandemie zu erhalten und gleichzeitig den Preisauftrieb einzudämmen, der Haushalte und Unternehmen belastet.

Die unmittelbaren Auswirkungen werden Kreditnehmer in ganz Südkorea zu spüren bekommen, da höhere Leitzinsen erfahrungsgemäss auf Hypotheken- und Unternehmenskredite durchschlagen. Die Nachrichtenlage entwickelt sich noch, und weitere Details zur Höhe des Zinsschritts sowie zur künftigen Orientierung des Ausschusses lagen zum Zeitpunkt der Publikation nicht aus allen Quellen abschliessend bestätigt vor.